Nov 17

Segway ersetzt Pferd bei Martinsumzug

Ein ungewöhnliches Bild zeigte sich den Besuchern des Martinsumzugs in Rhens. Üblicherweise wird dieser Marsch mit viel Musik, Kindern mit Lampions und natürlich Reitern durchgeführt. Aber was, wenn das Pferd krank ist? Dann steht der römische Gladiator, wie in Rhens, plötzlich ohne Pferd da.

Der Umzug fand natürlich wie geplant statt, allerdings mit einer Änderung. Anstatt hoch auf seinem Ross zu sitzen, wurde ein moderneres Zugpferd eingesetzt – ein Segway. Diese Art von Roller, bei welchem die Fahrer lediglich die Balance halten müssen, ist bei einem Martinsumzug sicherlich einmalig.

Der Schausteller im römischen Gewand auf seinem Segway führte die Parade an. Erst gegenüber der Rhein-Zeitung wird verraten, dass diese Aktion alles andere als geplant war. Das Pferd, welches für den Schausteller auserkoren war, wurde sehr kurzfristig krank, erklärt der Bürgermeister. Auf ein anderes Pferd umzusteigen kam nicht infrage. Die Tiere müssen an viele Menschen und Musik gewöhnt sein. Eine Alternative war daher nicht in Sicht.

Die Aktion kam nicht bei allen Besuchern gut an. Aber es war eine aus der Not geborene Lösung. Anschließend wurde der Segway tatsächlich noch zu den Pferden, sozusagen seinen Artgenossen (zumindest an diesem Tag) gebracht. Die dargebotenen Äpfel hat er jedoch den echten Pferden überlassen.